Die Quelle des Glücks

Manchmal wache ich morgens auf und denke, dass ich noch nicht bereit bin, diesem Tag zu begegnen. Das ist ok und völlig normal. An einem anderen Tag kann ich Bäume rausreissen, sprühe vor Ideen und Lebensenergie, weil ich gut und ungestört die Nacht durchschlafen konnte – und das ist auch ok und völlig in Ordnung.

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Manchmal am Ende des Tages explodiert mein Kopf von dem tausendesten „Mama“ und das ist normal. Und am nächsten Tag bin ich Budda selbst. Und das ist ganz ok. Manchmal ziehen mich Gespräche mit den Kindern, Beschäftigungen, hundert Mal gelesene Bücher, aufgeschlagene Knie, Telefonate, Termine, Arbeit, ungeputzte Zähne, Imbisse, herum liegendes Spielzeug in einen unendlichen Alltagskreislauf ein. Und am Ende des Tages kommt es mir vor, dass ich kein einziges Stückchen von mir noch an jemand weiter geben kann. Das ist normal.

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Und widerum am nächsten Tag jongliere ich seelenruhug zwischen Arbeit, Haushalt und Kinder – Mittagessen auf dem Tisch, überlegt beantwortete Fragen, gelesene Bücher, sauberer Boden – und ich wie ein Schmetterling in dieser Idylie, leicht und unbeschwert. Und das ist auch völlig normal.

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Meine Tage und Hände sind voll – ein Tag ergibt den anderen – wie de Perlen reihen sich gute und weniger gute Tage, Ereignisse und glückliche und weniger glückliche Momente aneinander. Deswegen ist hier nicht immer schön und harmonisch. Aber das ist auch normal. Und gehört zum Glück, zu meinem Glück dazu.

Und inmitten von all diesen Dingen gibt es immer diese Momente und Augenblicke, wo ich genau weiß, dass alles gut ist. Sogar alles sehr gut ist. So wie es sein sollte. Und dann überströmt mich ein Glücksgefühl von unglaublicher Intensität, wenn ich in die leuchtende Augen meiner Kinder sehe, wie eine warme Umarmung – wohltuend und heilend. Das ist eine wahre Energiequelle, sogar noch für den nächsten Tag.

Das wichtigste ist, diese Momente nicht entwischen zu lassen, wahrzunehen und für sich zu behalten.

Und dann ist alles viel besser als nur normal.

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Mehr Glücksmomente findest Du bei Denice und Pia.

Im April…

…kam ich weniger zum Bloggen. Ob es am Alltagstrubel, schönem Wetter oder meiner Faulheit lag, kann ich nicht sagen. Es hat sich einfach so ergeben. Und ich nehme es einfach so hin. Denn so lange eine Sache bei mir mit „Muss“ angeheftet ist, wird sie für mich banal und uninteressant. Man muss nämlich gar nichts. Diesen Satz liebe ich, es entspannt mich, wenn ich es sage und lebe.

April war ein schöner Monat mit vielen Sonnenstunden, Tochter-Streicheleinheiten und kleinen feinen Dingen wie:

neue Wege entdecken und erkundenIMG_9959

interessante Begebenheiten beobachtenIMG_9931

Flauschiges Bündel in der Hand haltenIMG_9984

Das richtig schöne Wetter geniessen und den letzten Winter von den Schultern wegfegenIMG_9981

Schokoladenkuchen mit Sahne und Erdbeeren  – wer sagt, es passt nicht zusammen?IMG_9976

Anmut und Grazie der Tiere bewundernIMG_00811

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Leuchtende Kinderaugen beim PonyreitenIMG_0087

Ein kleiner Rückblick.. und im Mai lasse ich mehr von mir hören/lesen.

LG Julia

 

 

 

 

 

Zum Osterfest

wünsche ich Euch

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:: unzählige Momente voller Glück, Dankbarkeit und Frohsinn

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:: neue Hoffnungen, Ideen  und Aufbruch

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:: Zwischenziele erreichen und Endziel im Auge zu behalten

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:: viel Zeit und Muse, um das Schöne zu beobachten

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:: Zeit zum Nachdenken und Reflektieren zu haben, um sich besser auf das Neue auszurichten

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:: Zeit zum Genießen und Entschleunigen, Ruhe und Gelassenheit. Und ein warmes gemütliches Nest 🙂

 

 

Glückseinblicke

Es ist manchmal schwer diese Kleinigkeiten fest zu halten. Aber schon beim Festhalten erlebe ich sie wieder und in neuen Facetten. Da bleibt das Rad des Lebens wenigstens eine kurze Zeit stehen, wenn man sich bemüht sich auf diese Momente zurück zu besinnen, inne zu halten und Energie daraus zu schöpfen.

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Die Jacke passt nicht mehr. Im Herbst war sie noch ein Stückchen kleiner. Diese Woche erledigten wir die Schulanmeldung für unsere große Tochter. Ein bisschen Wehmut und ganz viel Stolz. Neue Lebensphase. Und ja Glück, ganz viel Glück, dass wir sie haben und an ihrem Leben, Wachstum und ihrer Entwicklung teilnehmen dürfen.

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Ich liebe frisch zubereites Essen. Klar werden bei uns auch Reste gegessen. Ich versuche es aber immer frisch aufzubereiten: die Kartoffeln verfeinere ich mit frischem Schnittlauch, für die Nudeln kommt immer ein paar frisch gezupfte Basilikumblätter rein. Meine grüne Kräuteroase auf der Küchenfensterbank beglückt mich tagtäglich.

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Der Geruch vom frisch gebakenen Kuchen macht mich ziemlich glücklich. Diese Woche war es ein einfacher Sandkuchen mit Zuckerglasur.

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Zusammen mit Kindern waren wir viel draussen: gespielt, aufgeräumt und unseren kleinen Osterkranz aus Reisig, Olivenzweigen, Eiern, Papierfetzen, aufgelesenem Moos und Verbindugsmaterial gebastelt.

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Und ich liebe dieses frisches unverbrauchtes leichtendes, noch teilweise verklebtes Grün. Der Frühling arbeitet sich mit zarten sanften Schritten voran: leise und unaufdringlich. Glück pur.

Mehr Glücklichkeiten findet ihr bei Denice, WildeWölfin und Pia.

Ich wünsche Euch eine glückliche Woche!

Liebe Grüße

Julia

Frühlingsfrisch :: Fenchelsalat mit Orangen und Wallnüssen

Fenchel ist immer eine kontroverse Angelegenheit. Außer mir, von keinem gegessen, erfreut er mich jedes Mal aufs Neue mit seiner Frische, knackigem Biss und unvergleichlichen Würzigkeit.

Neulich habe ich diese ,diametral wunderbar auf einander abgestimmte Zutatenkombination probiert.

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  • Wallnüsse in der Pfanne rösten und rausnehmen
  • Eine große Fenchelknolle fein raspeln und mit etwas Olivenöl, Salz, Oregano und Thymjan in der Pfanne kurz dünsten
  • Zwei Orangen filetieren

Alle Zutaten zusammen in einer großen Schale vorsichtig miteinander durchmengen, nachwürzen. Mit ein wenig Fenchelgrün oder Petersilie garnieren . Fertig ist mein frühlingsfrischer Genuss!

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PS: ich könnte mir auch ein paar Rosinen gut in dieser Mischung vorstellen. Nächstes Mal!

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Begegnung mit der Zeit

Die Zeit ist stehen geblieben als ich sie sah. Mit dem Fahrrad, schön geschminkt, wollte sie die Straße vor mir überqueren. Eine flüchtige Begegnung, mit einem feinen Fältchennetz durchzogene Gesicht, schönes Gesicht.

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So oft habe ich Sie mit einem Kinderwagen und Ihren drei Kindern im Anhang beim Busfahren beobachtet. Hier die Nase gewischt, da was dem kleinen Mädchen was aufs Ohr gesagt, stand sie immer im Bus. Eine schöne, groß gewachsene Frau, mit rot geschminkten Lippen und mit schwarzem Kajal umrandeten Augen, beeindruckte sie mich zutiefst. Ihre schwarzen langen Haare, immer ein Lächeln im Gesicht.

„Ich möchte auch, wenn ich mal Mutter bin, so lebenslustig und fröhlich sein“ – dachte ich im Bus. Vor mehr als 20 Jahren. As ich zur Schule fuhr. Weiter nichts.

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Die Begegnung mit Ihr löste ein ganzes Schwall an diesen kleinen, scheinbar unwichtigen Erinnerungen in mir. Es war wie eine direkte Begegnung mit der Zeit meines Lebens.

Jetzt Jahre später bin ich selbst Mutter. Was macht wohl das kleine Mädchen von damals jetzt?Und das Baby im Kinderwagen, was studiert es jetzt?

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Unaufhaltsam ist der Fluss der Zeit an mir vorbei gerauscht und hat mich in eine andere Zeit gebracht. In eine schöne Zeit.

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Diese Begegnung war so intensiv schön und von Glücksgefühl durchzogen, dass ich immer noch sehr viel Energie und Kraft daraus schöpfe. Es war, als ob ich die Zeit persönlich getroffen habe und sie mir sagte „Genieße jeden Augenblick deines Lebens und empfinde nichts anderes als Glück, dafür bist da“.

Mehr Glück findest du bei Pia und WildeWölfin.

Ich wünsche Euch eine wunderschöne glückliche intensive Zeit mit Eurem Leben!

Julia