Eigentlich sollte es einfach mal ein Beitrag über unsere Ermährung sein. Ich dachte einfach, jetzt ist eine gute Zeit dafür. Kurz vor der Fastenzeit darüber nachzudenken. Ich wünsche mir mehr Energie und Munterkeit im Alltag. Nicht umsonst heisst es ja „du BIST was du IßT“.

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Auch um dem langen Winter „adio“ zu sagen, wollte ich ein wenig auf die frühlingshafte Kost umstellen. Jedoch ohne eine bestimmte Richtung zu verfolgen, denn eine Fastenzeit ist nichts für mich, ich bin weder Vegetarier noch Veganer. Fleisch? – eher weniger mein Fall, Fisch gerne! Rohkost liebe ich – will mich aber ausschliesslich davon nicht ernähren. Ja was bin ich eigentlich? Ein Allesesser – ja von jedem etwas, vielleicht mit einem immer wiederkehrendem Hang zu Orthorexie.  Ja ein Allesesser, der auf nichts verzichten möchte – jedoch die Lebensmittelproportionen müssen stimmen: viel Gemüse, viel Obst, weniger Milchprodukte und Eier, weniger Brot, mehr Hülsenfrüchte und Suppen – ich liebe Suppen. Aber eines möchte ich noch vielleicht ausprobieren und meine Erfahrungen mit Euch teilen, das magische Wort Detox – Entgiften, natürliche Ernährung. Lebendiges Essen. Essen, das glücklich macht.

Vielleicht noch ein paar Zeilen überhaupt zum Thema „Essen“. Essen ist für mich nur das Essen, ohne einen bedeutungsvollen Kontest hintendran. Ich beschäftige mich mit dem Thema „Ernährung“, um meine Familie und mich möglichst gesund und frisch satt zu bekommen. Es ist klar, dass, das was wir essen, unsere Gesundheit, Aussehen und ja unsere Charakter beinflusst. Nach einem frischen und knackigen Salat mit Nüssen und exotischen Früchten möchte ich am liebsten tanzen und Berge besteigen. Nach Bratkartoffeln mit Würstchen findet man mich meistens auf der Couch. Das Essen ist sehr wichtig. Aber je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr komme ich zu Erkenntnis, dass man die ganze Thematik nicht überbewerten darf. Wir essen, um daraus Energie und Freude für unseren Alltag zu schöpfen. Nicht umgekehrt. Wenn unser ganzes Tun und Denken rund um das Thema „Essen“ kreist, wenn Kalorien gezählt und ständig mit der Versuchung ein Stück Schokolade oder Keks zu essen gekämpft wird, dann ist es kein Essen, sondern eine Quall.

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Ich bin davon überzeugt, dass alle Diäten nutzlos sind, wenn man sich hindurch quällen muss. Darüber hinaus, finde ich es absurd, sich auf bestimmte Lebensmittelgruppen im Rahmen einer Diät zu konzentrieren. Allein schon die Tatsache, dass ich ein bestimmtes Lebensmittel nicht essen darf, würde bei mir das Gegenteil bewirken, so dass ich darauf mit Heisshunger reagieren würde.

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Und überhaut die ewige und ständige Auseinandersetzung mit dem Thema Essen ist schädlich, wenn Ernährung zum Hauptthema des Alltags wird. Es ist wichtig zu verstehen, dass das Essen nicht nur unsere physischen, sondern auch emotionale Bedürfnissen decken muss. Wenn mir ein Eis bei einem Nachmittgasspaziergang mit meinen Kindern Freude bringt, dann muss es einfach sein. In diesem Fall ist es egal, wie es sich auf meine Figur auswirkt – der emotionale Moment zählt! Und wenn man ohnehin sehr viele frische natürliche Lebensmittel zu sich nimmt, dann müssen diese kleine Alltagsfreuden nicht darunter leiden. Darüber hinaus können viele Desserts mittlerweile auch sehr gesund zubereitet werden, so dass man auch ohne Gewissensbisse schlemmen und geniessen kann.

Ich halte nichts von starren Ernährungsrichtungen. Überhaupt macht mich das fanatische Folgen einer bestimmten Ernährungsweise eher vorsichtig. Ob vegetarisch, vegan, Trennkost oder Rohkost – jedes System kann unser Leben bereichern, sollte jedoch nicht zum Lebensinhalt, nicht zur Religion werden. Das Essen soll gesund sein, uns nähren und vor allem glücklich machen. Das strikte Verfolgen einer bestimmten Ernährungsform löst bei einigen Menschen eine Angriffslust auf die anderen, die ihre Ernährungsweise nicht teilen. Und so ein mancher kühner Allesesser würde auch lieber weiterhin bei seinem Wurstbrot und Kakao bleiben, bevor er sich den Leidensweg und täglichen Kampf eines Veganer anhört und sich belehren lässt. Egal was wir essen oder nicht essen – nur der Mensch steht im Vordergrund – nicht das Essen. Hier sollten Bedürfnisse, Wünsche und Geschmack jeden Einzelnen respektiert werden – nicht die Ernährungsform oder irgendeine Diät.

Das Essen steht immer im direkten Verhältnis zur Gedankenwelt, dem Bewusstseinsreichtum und dem Wissen jeden einzelnen Menschens. Jeder wählt seinen eigenen Ernährungsweg, bewusst oder unbewusst. Diese Wahl müssen wir annehmen und respektieren und ruhig unser Gemüse essen neben einem Freund, der gerade und herzhaft in einen dicken Hamburger reinbeißt.

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3 Gedanken zu “Über das Essen überhaupt

  1. Wow, was für eins chöner Post.
    Vor allem der letzte kleine Ansatz – WOW!
    Den muss ich mir abschreiben…. um ihn zu verinenrlichen.
    Denn damit habe ich grade zu kämpfen, annehmen zu können das jeder einfach isst was er ist.
    Gerade bei mir im Zusammenleben mit meinem Herzallerliebsten, der da völlig anders is(s)t als ich, ist das eine Heruasforderung die mit wahrem, inenren Wachstum verbunden ist.
    danke Dir!
    GLg, MamaMia

  2. Vielen Dank MamaMia. Ja manchmal ist schwer der Versuchung zu widerstehen zu belehren und zu sagen „mach so wie ich“. Da muss ich aber auch noch „wachsen“ 🙂

  3. Genau, jeder wie er mag. Und nicht zu vergessen, dass die Gedanken, die man beim Essen hat, sich darauf auswirken, ob wir zunehmen oder nicht, uns gut oder schlecht fühlen. Nicht mehr und nicht weniger. Liebe Grüße. 🙂

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