Spuren im Sand

Es regnet. Wasser überall. Es rauscht und fließt in Strömen. Manchmal donnert es, sonst unterbricht nichts den gleichmäßigen Klang des Regens.

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Die Gedanken vermischen sich mit der Regenflut. Ein unglaublicher Gemütszustand, eine Art Seelentrance kehrt ein. Die Gedanken kommen zum Stehen. Nichts regt sich im Kopf. Leer. Es gibt nur das Rauschen, lautes Rauschen des Sommerregens.

Schnell, spontan, reinigend, erneuernd, frisch, berauschend…Sommerregen.

Alles verschwimmt – Grenzen und Möglichkeiten, Sand und Meer, Horizonte und Ufer. Neue Chancen tauchen auf, neue Anfänge sind möglich, neue Spuren…

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Jeden Tag neu anfangen, den Tag genießen und immer in die Zukunft blicken.

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Jegliche Vergangenheit abschmettern, nicht zu lassen und nur der Zukunft entgegen sehen.

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Im Jetzt leben, Sonne und Regen genießen, das Leben und den Augenblick lieben und Dankbarkeit empfinden, dass es uns so gut geht.

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Ein Ferientag im August

Unsere Ferientage sind manchmal bunt und ausgefüllt, am einem anderen Tag versuchen wir uns jedoch selbst zu erfinden.

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Es ist nicht leicht einer fünfeinhalbjährigen ein qualifiziertes Unterhaltungsprogramm mit einer Anderthalbjährigen an der Hand zu bieten. Und so tingeln wir vom Park zum Spielplatz, vom Eiskaffee zur Bücherei, spielen eine Runde Memory oder Vierer Reihe, verwirklichen uns in Malerei und Kunst 🙂

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Aber es ist schön zu sehen, wieviel kleine Kinder an jeder so unscheinbaren Ecke zu entdecken vermögen. Jede Menge nämlich.

Ein paar Schnecken machen sich auf eine Erkundungstour auf. In diesem regnerischen August gibt es so viele Schnecken zu bewundern.

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Zuhause mit Lieblingstieren spielen.

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Kaffeepause für mich. Klappt nicht immer, wirkt aber Wunder.

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Noch eine Runde spielen, aber die allerletzte Runde.

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Ab jetzt ist Langweile angesagt oder wie ich diese Zeit auch nenne „die Zeit der kreativen Schöpfung“, die Kinder müssen sich selbst beschäftigen. Ich finde diese Zeit unheimlich wichtig – das Kind hat die Wahl und kann seine eigene Entscheidungen treffen, es entstehen neue Spiele, neue Ideen, die Zeit verliert ihre Bedeutung.

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Im Garten nach Schätzen suchen und alle dreißig Sekunden zur Freude aller Nachbarn laut „Mamaaa“ rufen.

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Jetzt noch eine kleine Leckerei für hungrige Mäulchen und der Tag ist perfekt!

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Rezept hier

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Die wunderbare Welt der Sylvanian Hasen

Ja, gibt es eigentlich Sylvanian-Land? Klar, in unserem Kinderzimmer!

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Das erste Mal habe ich diese Spielzeugreihe auf dem Blog von Mari kennen gelernt. Die Figürchen waren süß, ließen mich den Naturspielzeugfanatiker und Minimalisten in Sachen Spielzeug eher kalt. Weniger ist mehr war schon immer mein Motto.

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Wenn nur nicht mein Mädchenkind da wär. Die süssen Hasen haben sofort ihr Herz erobert und ein langer Kampf begann. Wir diskutierten und haben Vor- und Nachteile mit dem Mädchenkind durchgegangen. Aber es nutzte nicht – das Haus mit den Hausen musste her.

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Und was soll die minimalistische Mutter dazu sagen: es ist herrlich schön, ob gleich aus Plastik sind die Figürchen schön gearbeitet, jedes Detail durchgedacht und das Wichtigste, die Tochter spielt gerne damit.

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Es gibt verschiedene Familienreihen. Wir haben uns zunächst für den Starterset entschieden. Dazu gibt es natürlich eine große Vielfalt an Zubehör, vom Auto bis hin zum Gartenhaus, verschiedene Zimmereinrichtungen und Ausbaumöglichkeiten. Ähnlich wie beim Playmobil. Nur differenziert sich Sylvanian Families über die Liebe zum Detail sowie feingearbeitete, fast schon retroähnliche Figürchen in süssen Kostümchen und schnuckligen Häuschen. Ja, schnucklig, genau das passt zu Sylvanian’s 🙂

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Das wunderbare Sylvanian-Land hat den Kampf gewonnen, die Hasen sind an der Macht!

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Ein Haus für den Regenwurm

Beim Spazieren haben wir auf unserem Weg einen Regenwurm entdeckt. Meine Tochter bleibt stehen und schaut sich das hilflose Hin- und Herwinden des Regenwurmes an. Sie ist nachdenklich. Als sie ihren Fuß wieder bewegt, schreite ich ein:

„Nein, nicht darauf treten, lass ihn doch einfach liegen!“

„Nein, Mama, ich baue für ihn ein Haus, damit ihm nicht so kalt ist“

Sie nimmt ein paar kleine Äste und Gräser und richtet das Ganze über dem Regenwurm. Ich bin bestürzt über meine Mutmassungen, schaue sie betreten an und sage „Ja Schatz, mach das, eine gute Idee“.

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So schlecht kann man manchmal das eigene Kind einschätzen. Nicht alles im Leben ist so, wie wir das im ersten Moment denken. Immer an den anderen Blickwinkel denken.

Erkenntnis für mich: unsere Kinder machen uns zu besseren Menschen.import_am_30092012 042

Erntedankfest…

Erntedankfest im Kindergarten der Tochter – bunt geschmückte Körbchen, Herbstlieder und eine gute Portion Tradition. Unglaublich wichtig für die Kinder sind solche „Insel“-Momente des Jahres, an denen man festhalten und sich auf den weiteren Jahresverlauf freuen kann.

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In jeder Kindergartengruppe gab es ein herbstliches Essen: Apfelküchle, Kartoffelpuffer, Kartoffelsuppe, Kastanien.

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Jede Jahreszeit bereichert und füllt das Leben.

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Diese Fülle wird besonders im Herbst sichtbar und erfüllt mit Dankbarkeit.

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Danke Herbst!

Füßchen – Schmetterlinge

Eine Mutter liebt einfach alles an ihrem Kind.

Es ist so sonderbar..von den Fingerspitzen bis hin zum kleinen Zeh… – alles ist besonders, heilig und kostbar. Kleine Füße, die Handflächen, das Köpfchen mit zersausten Haaren – ein unermüdlicher Drang das alles mit Küssen zu bedecken, tief in sich einzuatmen und für immer in Erinnerung zu behalten [und das mehrmals am Tag]

Und diese unerschöpfliche Dankbarkeit dafür, daß ich diesen zwei wundervollen Wesen das Leben schenken durfte, endet nie [auch an ganz schwierigen Tagen]

Und die Wünsche, beste Wünsche, ehrlichste Wünsche, sehnlichste Wünsche, die meine Kinder mit auf den Weg, Ihren Lebensweg, bekommen sollten. Es gibt so viele Wünsche an meine beiden Schmetterlinge.

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Gemalt mit Aquarell und Kinderfüßen. Die Große hat mit Hingabe die strampelnde Füßchen Ihrer kleinen Schwester mit Farbe ausgemalt.

Mutter sein

Was bedeutet es eine Mutter zu sein?

Diese Frage kann jede Mutter für sich tausend mal beantworten. Hier ist meine kleine Liste für alle Nicht-Mütter und die, die es noch werden wollen. Aber auch für alle andere Mütter, die diese Augenblicke nachempfinden können.

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Bevor ich eine Mutter wurde…

  • …schlief ich durch
  • …wohnte in einem aufgeräumten Haus, stolperte nie über herum liegendes Spielzeug
  • …konnte kein einziges Schlaflied auswendig
  • …es war mir egal, ob meine Zimmerpflanzen giftig sind oder nicht
  • …konnte über meine Zeit selbst verfügen
  • …niemand hat auf mich gespuckt, gepiselt, gebrochen u. ä.
  • …nie haben mich die großen Augen voller Tränen selbst zum Weinen gebracht
  • …nie erstarrte ich so vor Glück, als meine Kinder zum ersten Mal lächelten
  • …nie saß ich in der Nacht mit dem Kind im Arm und bewachte sein Schlaf
  • …nie hielt ich in den Armen ein schlafendes Wesen und wollte es nicht ins Bettchen legen, weil ich mich von ihm nicht lösen wollte
  • …nie hätte ich gedacht, dass so etwas Kleines so eine große Bedeutung in meinem Leben haben wird
  • …ich wusste nicht, wie glücklich es macht, das eigene hungrige Wesen zu stillen
  • …dieses besondere Gefühl der Einheit von Mama und Kind war mir gänzlich unbekannt
  • …war mir meines Selbst nie so wichtig gewesen – denn niemand ich so wichtig für mein Kind wie ich selbst
  • …waren diese besondere Empfindungen wie Freude und Liebe zu eigenen Kindern, Verwunderung und Zufriedenheit über die Entwicklung der eigenen Kinder, aber auch Sorgen und Schmerzen völlig unbekannt
  • …nie glaubte ich, dass ich mich mit so vielen Gedanken und Sorgen auseinander setzten würde…

bevor ich eine Mutter war.

Besinnliches zum Lebensglück

Ich wollte schon immer Kinder haben. Dennoch dachte ich nicht daran, dass die Kinder das Leben so grundlegend ändern, ja sogar auf den Kopf stellen können. Die Frage, ob man Kinder zum Lebensglück benötigt, ist eine andere und jeder hat seine eigene Antwort darauf. Das persönliche „Ich“ hat nichts mit den Kindern zu tun, sie werden frei geboren und leben ihr eigenes Leben. Für die Kinder ist es selbstverständlich, dass sie da sind. Und keine Dankbarkeit erwarten, denn wir durften auch mal Kinder sein.

Kinderhaendchen

Hier sind wieder ein paar Zeilen frei nach Khalil Gibran, die ich sehr schön finde:

“ Eure Kinder sind nicht unser Besitz.
Sie kommen durch uns, aber sind nicht von uns.

Wir können ihnen unsere Liebe geben, aber nicht unsere Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

Wir können ihren Körpern ein Zuhause geben, aber nicht ihren Seelen, denn ihre Seelen wohnen in dem Haus von Morgen, das wir nicht besuchen können, nicht einmal in unseren Träumen.

Wir können versuchen so zu werden wie sie, jedoch sie nicht zwingen so zu sein wie wir, denn das Leben geht nicht rückwärts und hält sich nicht auf beim Gestern.

Wir sind die Bögen, von denen unsere Kinder als lebende Pfeile abgeschikt werden. Lassen wir unsere  Pfeile in der Hand des Schützen Freude bereiten. „

In diesem Sinne eine schöne Woche, ob mit oder ohne Kinder 🙂