Erste Plätzchen

Jetzt verstehe ich die Sache mit der Adventsbäckerei… Was sollte man auch machen bei diesem miesen Wetter.

Klar Stiefel und Jacke an und raus, aber die Aussicht auf einen Tee mit frisch gebackenen Keksen nachmittags ist doch gar nicht so verkehrt oder?

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Heute habe ich das ultimative Teig – Grundrezept für Plätzchen aller Art – schnell und einfach.

  • 200 g zimmerwarme Butter
  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 120 g Zucker
  • 2 Eier
  • 2 TL  gestrichen Backpulver
  • 1 Prise Salz

Alle Zutaten gut miteinander vermengen und den Teig ca. eine halbe Stunde ruhen lassen.

Übrigens, ich nehme bewusst immer weniger Zucker, weil die Plätzchen meistens noch ein süsses Topping aus Zuckerguss, Schokolade oder Ähnlichem bekommen. Und so richtig süss ist es eher nicht so mein Ding.

Danach sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Und falls ihr fleissige Helfer zur Hand habet, können Sie auch gern anpacken.

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Formen stechen, backen und mit Zuckerguss und Zuckerperlen verzieren.

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Kleine Kugeln formen und eine blanchierte Mandel in die Mitte reindrücken.

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Hildabrötchen – hier zwei gleiche Formen stechen, eine davon mit einer Öffnung versehen. Nach dem Backen mit Marmelade bestreichen und mit Puderzucker bestreuen.

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Zimtplätzchen – ein Gedicht.

Kugeln aus Teig formen, eine Haselnuss in die Mitte platzieren und reindrücken und mit Zimtzucker bestreuen – danach backen und mit Schokolade verzieren

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Schokoschnitten? Suuuupereinfach! Teig mit einem Löffel Kakao nochmals auskneten, dann ausrollen, in Rechtecke schneiden, backen und zum Schluss mutig mit Schokoladenglasur verzieren.

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Und jetzt kann es von mir aus regnen – ich freue mich auf den Nachmittag 🙂

Viel Spaß beim Backen!

Eure Julia

 

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Ein Geschenk zum Nikolaus

Ich hoffe so sehr, dass es meiner Tochter gefällt.

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Das Pferdchen „Socke“ ist fertig und wird heute zum Nikolaus an meiner Große verschenkt. Ja, es ist selbstgemacht. Ja, vielleicht ist es albern selbstgemachte Geschenke zu verschenken. Aber sie ist noch 4, der Konsumwahn hat noch nicht im vollen Ausmaß begonnen. Und ich möchte so lange es nur möglich ist, von meinen Kindern fern zu halten. Es wird nicht mehr lange dauern, denn Baby Born, Lillifee und die anderen halten allmählich Einzug in unserem Kinderzimmer.

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Dieses kleines Pferdchen ist ein kleiner Protest an die Spielzeugindustrie, aber nur heute, an dem Nikolaustag.

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Zusätzlich zum Pferdchen gibt es viel Handwärme von Mama, die ich in dieses Spielzeug investiert habe. Und Liebe. Es ist kuschelig und weich. Und darf ich noch was verraten? Es ist aus zwei alten Socken von Papa gemacht 🙂 (Jetzt höre ich schon so manchen Kommentar). Die Anleitung gibt es bei Brigitte. Vielleicht nähe ich mal ein weiteres Tierchen. Wenn es gut ankommt heute.

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Wie ist es bei Euch? Verschenkt Ihr noch mit Liebe selbst gemachte Geschenke? Was und an wen?

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Advent – was bedeutet das eigentlich?

Überall wird weihnachtlich dekoriert, Plätzchen gebacken,  Advent erwartet.

Aber was bedeutet das eigentlich, auf was wollen wir da genau warten?

Das Wort „Advent“ stammt vom lateinischen „adventus“ und heißt so viel wie
„Ankunft“. So wird das Zeitfenster bezeichnet, in dem die ganze christliche Welt sich auf das Weihnachtsfest vorbereitet.  Hierzu gehören viele fröhliche traditionelle Vorbereitungen und Bräuche rund ums Backen, Dekorieren und Basteln.

Der erste Advent findet immer am vierten Sonntag vor Weihnachten statt. Jeder Adventswoche und jedem Adventssonntag wird eine besondere christliche Bedeutung beigemessen.

Adventskranz
Jeden Sonntag wird eine neue Kerze am Kranz angezündet. Mit jedem Advent wird es heller und wärmer. Unser Adventskranz wird erst morgen auf den Tisch kommen.

Adventskalender
Die ersten Kalender gab es schon im 17ten Jahrhundert – hier wurden zunächst die Tage bis Weihnachten gezählt, manchmal einfach mit Kreide auf dem Haus gemalt, jeden Tag gab es dann ein Strich weniger.

Manche Familien entwickelten in der Adventszeit eine Tradition täglich eine kleine Kerze zu zünden oder es wurden einfach kleine Bildchen an die Wand gehängt.

Der erste Adventskalender für Kinder wurde erstmals von Gerhard Lang gedruckt. In seiner Kindheit durfte der kleine Gerhard täglich ein kleines Bild mit einem Bonbon eröffnen. Diese Idee gefiel ihm so gut, dass er selbst 1908 in München den ersten Kalender auf den Markt gebracht hat. Er hatte Erfolg. Jedoch musste seine Druckerei in den 30er Jahren schließen bis dahin schaffte er erfolgreich ca. 30 Design-Variationen für die Kinder zu drucken.

Tja, heute sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – insbesondere selbst gemachte Kalender in jeglichen Designs und Füllungen erfreuen uns in der Vorweihnachtszeit. Ob Papier, Textilien, Schokolade oder Bildchen, Sprüche, Aktivitäten mit den Kindern, Söckchen und Schatullen,  Körbchen und Säckchen, für Puristen oder Kreativen, von kitschig bis schwarz – weiß   –  es gibt alles, was das Herz begehrt.

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Unser Adventskalender in diesem Jahr hält viele kleine und nicht nur süsse Überraschungen bereit: kleine Geschichten, Nüsse, Spiele, Zeichnungen, ein Besuch im Puppentheater, kleine Aufgaben wie Schneeflocken ausschneiden, Mädchenkram wir Ringe, Haargummies und natürlich auch Schokolade. Aufgehängt an einem „Zauberast“ aus dem Zauberwald versteht sich, sieht das ganze dann so aus:

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Es wird auch nicht gewichtelt, die kleine Schwester bekommt erst im nächsten Jahr Ihren eigenen Mini-Kalender.

Nach der kleinen Runde auf dem Weihnachtsmarkt trinken wir noch einen leckeren Engelspunsch:

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Für vier kleine Becher einfach 2x Teebeutel Fruchttee mit Zimt, Kardamom, nach Geschmack Nelke (bei uns ohne), ein Päckchen Vanillezucker aufkochen, dazu 150 ml Apfelsaft und den Saft einer halben Orange hinzugeben, ja, die Adventszeit kann jetzt kommen.

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Sonntagskuchen :: herzliche Linzer Torte

„Linsentorte?   – Nee, das mag ich nicht, Mama. Sind da wirklich Linsen drin?“ Als ich das hörte, wusste ich, dass wir diesen Kuchen heute unbedingt backen müssen.

Der Duft erinnert an Weihnachten, lange Winterabende und Glühwein. Nichtdestotrotz fand ich auch vom Wetter her, diesen Kuchen passend zu dem heutigen Sonntag.

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Und währen wir den Teig rührten, erzählte ich meiner Tochter von der schönen Stadt Linz in Österreich und da war sie endgültig beruhigt – sie mag nähmlich gar keine Linsen 🙂

  • 1 Ei, 80 g Zucker, 140 g zerlassene Butter, 1 Päckchen Vanillezucker, 3 zerstossene Nelken, 1 TL Kakao, 1 TL Zimt, 1 Prise Salz, 50 g Mandelblättchen, 150 g gemahlene Haselnüsse, 1/2 Päckchen Backpulver und 180 g Mehl zusammen rühren
  • 2/3 des Teiges auslegen und mit einer Mischung aus Pflaumen – Himmbeerenkonfitüre gut bestreichen (wir haben ca. 120 g genommen)
  • Den restlichen Tag ausrollen und Herzplätzchen ausstechen. Damit den Kuchen belegen. Die klassische Variante geht natürlich auch mit dem alt bewährten Teignetz.
  • Bei 180° C ca. 35 Minuten backen
  • Frisch mit einer Tasse kalter Milch geniessen

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Übrigens wir haben den Kuchen mit nur 80 g Zucker gebacken und er war uns und unseren Gästen süß genug. Beim nächsten Mal werden wir auch hier mit 60 g Zucker auskommen, da die Konfitüre auch viel Süße mitbringt. Im Rezept waren 125 g Zucker angegeben, meiner Meinung nach braucht der Kuchen nicht so viel Zucker.

Der Kuchen schmeckt schön würzig, nicht zu süß, mit einer kräftigen Nussnote.

Aus dem kleinen Teigrest haben wir noch einen Igel (momentan unser Lieblingsherbsttier) geformt und mit ganzen Mandeln ausdekoriert.

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Diesen Kuchen backten wir nicht zum letzten Mal. Außerdem nehme ich diesen Teigrezept auch gerne für unsere demnächst anstehende Plätzchenbäckerei. Wir freuen uns schon drauf!

Einen schönen Sonntag!